ACHTUNG: VON DIESER BUTTER RäT STIFTUNG WARENTEST AB

Eine Scheibe Butterbrot, darauf frisch geschnittene Kresse oder Schnittlauch und eine Prise Salz – zum Frühstück ein Klassiker. Doch nicht nur das richtige Brot ist uns Deutschen wichtig, sondern auch die Qualität der Butter. Durchschnittlich verspeisen wir in Deutschland rund sechs Kilo Butter pro Jahr.

Stiftung Warentest hat sich die Butter von 30 verschiedenen Herstellern genauer angesehen. Das erschreckende Ergebnis: Gerade große und bekannte Marken wie Kerrygold schnitten besonders schlecht ab.

 

Fünf Personen von Stiftung Warentest prüften die Marken nach unterschiedlichen Kriterien, darunter Aussehen, Textur, Geruch, Geschmack und Mundgefühl. Außerdem wichtig waren Streichfähigkeit, mikrobiologische Qualität und Verpackung. Selbstverständlich suchten sie auch nach möglichen Schadstoffen wie etwa Rückständen von Desinfektionsmitteln. Butter-Liebhaber*innen können beruhigt sein. Jede zweite Butter erhielt die Note „gut“.

Stiftung Warentest: Das sind die fünf Butter-Testsieger

1. Platz: Edeka (Gut & Günstig Deutsche Markenbutter mildgesäuert)

Note: 1,8 (gut)

Preis: 1,29 Euro

2. Platz: Sachsen Milch (Unsere Butter Deutsche Markenbutter mildgesäuert)

Note: 1,8 (gut)

Preis: 2,39 Euro

3. Platz: Aldi Süd (Milfina Deutsche Markenbutter mildgesäuert)

Note: 1,9 (gut)

Preis: 1,29 Euro

4. Platz: Frau Antje (Beste Butter mildgesäuert)

Note: 1,9 (gut)

Preis: 2,69 Euro

5. Platz: REWE Bio (Deutsche Markenbutter Süßrahmbutter Bio)

Note: 1,9 (gut)

Preis: 2,15 Euro

Achtung, Keime! Diese Butter schnitt besonders schlecht ab

Ein Produkt konnte den Ansprüchen des Tests nicht gerecht werden: Die „Original Irische Süßrahmbutter“ von Kerrygold. Darin fanden Laboranten eine Vielzahl an Keimen. Das könne wiederum an mangelnder Hygiene bei der Produktion liegen. Auch preislich liegt die Kerrygold-Butter hinten.

Tipp für lange Haltbarkeit: So sollten Sie Butter aufbewahren

Butter ist sehr empfindlich und kann Fremdgerüche schnell annehmen. Deshalb sollten Sie sie nicht in der Papierverpackung, in der Sie sie gekauft haben, im Kühlschrank aufbewahren. Diese schützt die Butter zwar von außen, verhindert aber nicht, dass sie andere Aromen wie z.B. die von Käse oder Fisch annimmt. Damit das nicht passiert, sollten Sie die Butter lieber aus der Verpackung nehmen und in einem gut verschließbaren Gefäß aus Porzellan, Glas oder Kunststoff lagern. So ist sie gleich zweimal geschützt – von außen und vor unangenehmen Gerüchen des Kühlschranks.

Woran erkenne ich ranzige Butter?

Im Kühlschrank hält sich Butter zwar mehrere Wochen bis Monate, doch auch hier kann sie ranzig werden. Anzeichen dafür sind beispielsweise eine dunkelgelbe Farbe und ein unangenehm säuerlicher Geruch. Schimmel setzt Butter in der Regel nicht an, weil sie hauptsächlich aus Fett besteht – wenn Schimmel erkennbar ist, dann meistens nur, weil kein sauberes Messer verwendet wurde oder beispielsweise Reste von anderen Lebensmitteln an der Butter zurückgeblieben sind. Tipp falls Sie mal mehr Butter übrig haben und haltbar machen möchten: Sie können sie portionsweise in kleinen Gefrierdosen einfrieren.

Selbstgemacht schmeckt's am besten

Haben Sie schon einmal daran gedacht, Ihre Butter einfach direkt selbst herzustellen? Das ist mit der Schüttelmethode nämlich gar nicht mal so schwer! Für eine Portion brauchen Sie zwei Becher Sahne (30 Prozent Fettgehalt). Die Sahne geben Sie in ein Schraubglas, verschließen den Deckel gut und schütteln dann einfach so lange, bis sich die Flüssigkeit von den Fettmolekülen absetzt – dauert ca. zehn bis zwanzig Minuten. Sie erhalten erst Schlagsahne, die sich durch Weiterschütteln erst wieder verflüssigt und letztendlich zu Butterkugeln wird. Dann müssen Sie nur noch die Buttermilch durch ein Sieb abgießen und fertig! Selbstgemachte Butter sollte im Kühlschrank gelagert und innerhalb einer Woche verzehrt werden. Lecker und ersetzt direkt das Workout.

Butter im Test: Stiftung Warentest kürt Testsieger aus Handelsklasse „Deutsche Markenbutter“

„Jede zweite Butter schneidet gut ab“, lautet die Bilanz von der Stiftung Warentest. Unterm Strich kommen die Butterprodukte also gut weg, doch es gibt zum Teil erhebliche Unterschiede.

Übrigens: Deutlich besser schneidet die mildgesäuerte Variante von Kerrygold ab. So kommt das Produkt „Kerrygold Original Irische Butter mildgesäuert“ immerhin auf die Note 2,5 mit einer mikrobiologischen Qualität von 1,0.

Einfrieren lohnt sich

Weil die Butterpreise extrem schwanken, gibt es von Stiftung Warentest noch einen guten Tipp: Einfrieren lohnt sich. Ist der Preis nied­rig, lohnt es, Vorräte einzufrieren. Die Butter büßt dadurch allerdings an Geschmack ein. Gefrierbrand vermeiden Sie, wenn Sie die Butter original­verpackt in einer Dose oder einem Gefrierbeutel tiefkühlen. Im Kühl­schrank taut Butter in zwei bis drei Stunden auf, bei Raum­temperatur geht es schneller.

2023-09-19T06:12:25Z dg43tfdfdgfd