KEIMSCHLEUDER GESCHIRRTUCH: SO OFT SOLLTET IHR ES WECHSELN

Wir benutzen sie zum Abtrocknen von Geschirr, zum Abwischen von Tischen oder auch um die Arbeitsplatte schnell zu säubern. Die Rede ist von Geschirrhandtüchern. Die Küchenhandtücher sind ein Allround-Talent, denn in der Küche sind sie (fast) überall einsetzbar.

Doch weil wir Geschirrtücher überall einsetzen können, entwickeln sich die Handtücher auch schnell zur Keimschleuder. Schließlich wechseln wir die Textilien nicht nach jedem Gebrauch aus. Doch sollte man das eigentlich machen oder wie oft empfiehlt sich ein Wechsel der Geschirrtücher? Wir sind der Frage mal nachgegangen und klären auf.

Laut Studie: Geschirrtücher sind Bakterienschleudern

Geschirrtücher sind wahre Keim- und Bakterienschleudern. Was wir wahrscheinlich alle schon vermutet haben, wird durch diese Studie bestätigt. Wie focus.de berichtet, haben Forschende der Universität Mauritius herausgefunden, wie hoch die Bakterienbelastung von Küchenhandtüchern ist.

Sie untersuchten demnach 100 Geschirrtücher, die einen Monat lang im normalen Haushalt benutzt wurden. Natürlich blieben sie ungewaschen. Das Ergebnis war erschreckend, aber nicht überraschend: Jedes zweite war nach dem Monat mit bedenklichen Bakterien kontaminiert. Auf mehr als jedem dritten Geschirrtuch fanden die Forscher E.coli-Bakterien, die Durchfall und Darmentzündungen auslösen können.

Wer dem entgegenwirken möchte, sollte Geschirrtücher daher regelmäßig wechseln und waschen.

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Geschirrtücher waschen: Wie oft sollte man sie austauschen?

Tipps dazu geben die Hygiene-Experten des IKW, also des "Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel". Sie empfehlen Textilien, die in der Küche genutzt werden (sei es ein Geschirrtuch oder auch einen Spülschwamm) grundsätzlich nach jedem Gebrauch so aufzubewahren, dass sie trocknen können.

Legt eure Lappen und Küchenhandtücher also nicht zusammengefaltet neben die Spüle, sondern lasst sie besser ausgebreitet an einem Haken oder einem Handtuchhalter trocknen. Praktisch sind zum Beispiel Handtuchhalter, die ihr über eure Küchenschranktür hängen könnt. Die nehmen kaum Platz ein und lassen die Geschirrtücher gut trocknen.

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Zusätzlich raten die Experten des IKW dazu, Küchenhandtücher spätestens nach zwei Tagen Gebrauch in die Schmutzwäsche zu geben. So soll eine Keimübertragung auf Oberflächen oder Geschirr vermieden werden.

Noch vorsichtiger solltet ihr bei rohem Fleisch und Fisch sein. Wurden diese Lebensmittel verarbeitet und sind Geschirrtücher damit in Kontakt gekommen, z.B. um die benutzte Arbeitsfläche mit den Textilien abzuwischen, solltet ihr die Handtücher direkt in die Wäsche geben und auswechseln.

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Geschirrtücher richtig waschen

Geschirrtücher sollten also regelmäßig ausgetauscht und gewaschen werden. Damit Keime und Bakterien auch wirklich verschwinden, reicht ein Waschgang bei niedrigen Temperaturen nicht aus.

Das IKW rät dazu, die Küchenhandtücher bei mindestens 60 °C zu waschen. Benutzt dafür ein Voll- oder Universalwaschmittel. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch noch einen Hygienespüler dazugeben, das ist aber in der Regel nicht nötig.

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